Kultur liebt Natur – und wird zurückgeliebt. Dieser Slogan ist für alle Naturräume des Wartburgkreises zutreffend. So fand die dritte Kulturwerkstatt an einem Ort statt, der ein beeindruckendes Nebeneinander von Rhöner Barock und Gänsehaut-Ausblicken ins Land der offenen Fernen zu bieten hat: dem Propsteischloss in Zella mit dem Sitz der Thüringer Verwaltung des UNESCO-Biosphärenreservats Rhön. Das Kulturleben zwischen Tradition, Brauchtum und Moderne ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Biosphäre. Ulrike Schade, Leiterin der Verwaltungsstelle, konnte denn auch darauf verweisen, dass die stark konfessionell geprägte Rhöner Kultur lt. Rahmenplan des Biosphärenreservats einen besonderen Schutz genießt. Mit Blick hinunter nach Dermbach und auf das Wirken von dessen Kunst- und Kulturverein wurde den Werkstattteilnehmern deutlich, welche kulturelle Kraft das bürgerschaftliche Engagement auch in weit von Zentren entfernten Kulturorten entfalten kann.
Das Propsteigebäude und die benachbarte Kirche St. Mariä Himmelfahrt sind Meisterwerke des Fuldaer Barocks. Sie wurden von Andrea Gallasini, dem Architekten des Fuldaer Fürstabts, in der Amtszeit des Fuldaer Propsts Adolph von Dalberg entworfen.